Category Archives: Hobbies

Zeit, Zeit, sooo viel Zeit

Sooo viel Zeit für sooo viele nutzlose Sachen.
Wie z.B.: Zerstümmelung/Recycling von unnützen Klamotten.
Dieses T-shirt habe ich mir vor 8 Jahren gekauft und “irgendwie” kann ich mich weder in der Größe, noch im Aufdruck noch wiederfinden.

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In einer einsamen Minute (als Oli mal weg war. In seiner Gegenwart kann ich solche Aktionen nicht bringen, weil da sein Herz blutet) wurde – schnipp schnipp – die Schere gewetzt und aus dem schrankverstopfenden T-shirt wurde eine…lächerliche Kette…

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Naja, schön ist sie nicht wirklich und anziehen werde ich sie vermutlich auch nicht. Aber immerhin nimmt sie weniger Platz weg als das T-shirt :-) Und ich konnte mal wieder üben “Sachen zu machen, die ich nicht gut kann”. Vielleicht werd ich ja noch besser, aber selbst wenn nicht: schnibbeln und basteln macht Spaß. Und nutzlose Dinge zerstören sowieso :-)

Die Frau als Krone der Schöpfung

Während ich in den letzten Monaten ja quasi an den Schreibtisch gefesselt war um mich auf Prüfungen vorzubereiten, habe ich meinen Drang nach Freiheit in einer Liste mit dem Titel “Dinge, die ich nach der Uni endlich tun kann” ausgelebt. Hier wurde in typisch listenfanatischer Ordnung alles aufgeschrieben, was ich damals gerne tun wollte, aber nicht konnte. ENDLICH ist nun die Zeit gekommen, wo das anders aussieht, ich Zeit ohne Ende habe und all die feinen Dinge genießen kann, die sich dort angesammelt haben.
Eins davon ist das Buch “Captivating” von John & Stasi Eldredge zu lesen, das ich vor langer Zeit zum Geburtstag bekommen habe (wer Interesse am Buch in Deutsch hat: es trägt die typisch misslungene Übersetzung “Weißt du nicht wie schön du bist?”. Immer wieder kriegen die deutschen Verlage es hin einen wunderbar, bedeutungsgeladenen Titel in irgendwas absurdes und in diesem Fall sinnkonträres zu verkrotzen!).
Ein Gedanke daraus, der mir gut gefällt: Die Frau ist dir Krone der Schöpfung Gottes. In Genesis kann man nachlesen wie Gott nach und nach Licht, Himmel, Erde und Meer, Pflanzen, Sterne, Tiere und schließlich den Menschen schöpft (Gen 1,1-31). Man sieht eine deutliche Weiterentwicklung, von den groben Voraussetzungen für’s Leben, hin zum Leben selbst in Pflanzen, Tieren, dem Mann und schließlich als i-Tüpfelchen der Frau.
Am Ende jedes Tages betrachtete Gott sein Werk und “hatte Freude daran, denn es war gut” (Gen 1,10, 12, 18, 21, 25). Bemerkenswert daran ist, dass Gott erst mal nur den Mann schuf, sein Werk betrachtete und es für “nicht gut” empfand (Gen, 2,18). Das ist doch krass, oder? All die wunderbaren Dinge, die Gott hergestellt hat, inklusive (männlichen) Menschen sind “nicht gut” ohne uns Frauen. Die Frau musste geschaffen werden, damit die Schöpfung tatsächlich “gut” wurde. Wir wurden erfunden und geschaffen um der Schöpfung den letzten Schliff zu geben, wir sind die Krone der Schöpfung!
Da läuft man doch mit einem ganz anderen Selbstbewusstsein durch den Tag :-)

In Schal/Schale geworfen…

…hat sich heute unsere Schrankwand.

schalwand

Nachdem das ewige Lernen (zur Zeit für die Wirtschaftprüfung Ende Juni) etwas monoton wurde war ich auf der Suche nach einem ermunterndem Farbklecks in meinem Leben und bin im Chaos meiner Schalsammlung fündig geworden. Zusammengeknüllt in einen großen Haufen ist mir nie bewusst gewesen, wieviele Schals ich besitze. Umwerfend. In all dieser neu gefundenen Schalordnung wär dann jetzt vielleicht auch der richtige Zeitpunkt um mal anzufangen, Schals zu tragen :-) Passt ja zu meinem neugefundenen Modehobby…

Ansonsten bleibt das Leben aber leider ziemlich monoton. Lernen, lernen, lernen. Und nebenbei hat mich die Debbie zu einem Gilmore Girls-Junkie gemacht. Eine nette, aber gefährliche Alternativbeschäftigung zum Lernen!

Der Sommer kann kommen

Soeben habe ich mein erstes Nähprojekt für diesen Sommer vollendet, ein luftiges Oberteil mit Riesenschleife.

top w pants top w shorts

Dieses Schnittmuster aus einer der letzten Brigitte Zeitschriften kann auch als Kleid genäht werden (man lässt unten halt noch mehr Stoff dran) und das war auch mein ursprünglicher Plan. Im Stoff-Lagerverkauf in Mörfelden hat mich ein Stoff geradezu angeschrien, dass er gerne mein neues Sommerkleid werden möchte. Bevor aber irgendetwas falsch läuft und ich am Ende den schönen Stoff zerschneide (wie ich das z.B. vorgestern mit einem wunderschönen Stoff von der Debbie gemacht habe, sorry nochmal!), dachte ich, ich übe das ganze erstmal an einem alten Stück Stoff. Dieser gestreifte Seersucker-mäßige Stoffrest lag eh schon ewig bei mir rum (ich glaube ich habe ihn von meiner Oma geerbt) und macht jetzt, wie ich finde, ein ausgesprochen nettes Sommeroberteil. Somit kann ich mich also auch an das Kleid wagen. Das Schnittmuster ist wirklich super simpel und stellt damit eine herrliche Abwechslung dar zu dem Vogue-Schnittmuster, das Debbie und ich uns letztes Jahr gekauft haben. Ich hatte mir daraus im Oktober ein rotes Seidenkleid genäht (und dabei abwechselnd geflucht und gebetet), Debbie arbeitet gerade an einer etwas abgeänderten Version des Kleides in türkis.
Was mich riesig freut ist, dass ich mein altes Hobbie endlich wieder aufgegriffen habe. Mit nähen angefangen habe ich als ich ungefähr 10 war. Damals habe ich noch per Hand alte Flicken zusammengenäht um endlich eine Schlaghose zu haben, wie all die anderen Mädchen in der Schule :-) Irgendwann haben mir meine Eltern dann eine Nähmaschine gekauft und zum Abi dann nochmal eine Luxusversion einer Nähmaschine. Vielleicht war ich davon irgendwie eingeschüchtert, jedenfalls habe ich so ziemlich zeitgleich damit aufgehört zu nähen (bis auf ein paar Reperaturarbeiten, die für mich nicht zum “nähen” zählen und übrigens auch überhaupt keinen Spaß machen). In den letzten Monaten war ich ja verstärkt auf Hobbysuche und bin so auch wieder zum nähen gekommen. Im Internet finde ich jetzt immer mehr Fashion- und Streetstyleblogs, die mich total inspirieren und mir gezeigt haben, dass Mode nichts hochnäsiges und teures sein muss, sondern der Spaß am Kombinieren im Vordergrund stehen kann. Es geht nicht drum ständig das neuste und teuerste einzukaufen, sondern mit dem was man hat und selbstmachen kann kreativ umzugehen und so verschiede Stile zu erreichen. Somit habe ich unter diesem Thema gleich eine Reihe von Hobbies gefunden: Fashionblogs lesen, meinen Schrank neu kennenlernen und umsortieren (weil mir sortieren und ordnen schon immer Spaß macht), basteln/scrappen von meiner Stilsammlung zur alltäglichen Inspiration, Outfits designen, nähen, shoppen…
:-)
Damit hat die Suche nach Hobbies jedoch noch kein Ende. Einzig bewiesen hat sich der Spruch “Wer suchet der findet”. Und mehr finden wär ja auch nicht schlecht. Zu viele Hobbies kann man nicht haben, oder?

Basteltag

Vor unserer Abreise nach Amerika hab ich grade noch die Krippenfiguren auf den Dachboden gestellt, jetzt sind wir wieder hier und die Ostergefühle fangen schon an. Weil ich ja auf der Suche nach neuen Hobbies aufs Basteln gekommen bin, wollte ich ein bissi Osterdeko basteln. Und weil solche Dinge mit Freunden zusammen meistens noch mehr Spaß machen, hab ich ein paar Leute zum Bastelnachmittag eingeladen. Ganz schlau hab ich mir dabei diejenigen rausgepickt, die am meisten mit diesem Metier vertraut sind (um mich von der freien Kreativität inspirieren zu lassen, sowie mir die wichtigsten Kniffe abzugucken :-) – Kinder. Ich habe also meine Nichten und mein Patenkind (jeweils mit mütterlichem Anhang) eingeladen und habe heute den Nachmittag mit ihnen verbastelt. Fazit: basteln macht Spaß, aber mit Kindern kommt man nicht zum basteln. Es ist doch einfach wesentlich unkomplizierter sich abends eine gemütliche Runde mit Pappmaschee, Akrylfarben und Glitzerpuder zu machen. Und die Resultate werdens einem auch danken :-)
Aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Ich mag basteln wirklich gerne. Deshalb freut es mich umsomehr, dass ich zum Geburtstag alle möglichen Utensilien dafür bekommen habe. Jetzt kann ich mich also austoben (so weit das am Schreibtisch halt möglich ist…).
Mein letztes Bastelprojekt war übrigens schon gleich ziemlich anspruchsvoll. Ich sollte ein ansprechendes Kistchen designen und herstellen, in dem wir Olis Produkt auf der Messe ausstellen könnten. Da hat ich mir als Hobbiebastlerin natürlich gleich den richtigen Klienten ausgesucht – meinen anspruchsvollen Mann (und Oli ist in solchen Dingen tatsächlich schwer zufriedenzustellen). Aber nach stundenlangem Rumprobieren und Grübeln – ich kam tatsächlich recht nah ans Kopf zerbrechen ran – bin ich bei einer Lösung gelandet, mit der alle glücklich waren: ich, Oli und auch die Messebesucher.
Hier ein Bild von der Bastelvorlage (die wir von Olis Laser haben schneiden lassen) und dem vollendeten Kästchen.

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Der Clou ist die rote Lasche, auf der das Gerät sitzt. Sie ist nämlich so geknickt und an den Deckel festgeklebt, dass einem das Modul entgegengehoben wird wenn man das Kästchen öffnet (ok, ich gebs zu, das war Olis Idee :-)

Ein weiteres, laufendes Bastelprojekt ist mein Klamottenbuch. Darin sammel ich verschiede Outfits und Styles, die mir gut gefallen. Je ein Outfit hat eine Seite, die ich individuell zusammenstelle und somit hab ich auf jeder Seite eine neue Chance, unterschiedliche Bastelutensilien und -techniken auszuprobieren. Ich muss nur immer aufpassen, dass meine hohen Ansprüche mir nicht den Spaß an der Sache verderben. Aber mit der Zeit wird man ja meistens besser, sodass irgendwann sogar meine Ansprüche beschämt schweigen müssten…