…sind alle Prüfungen bestanden und ich bin

Ohhhh, wie bin ich so genervt! Genervt von dem, wie sich gerade mein Leben darstellt; nämlich als andauernder Kampf mit den Büchern, mit meiner (mangelnden) Konzentration, meiner Lustlosigkeit, meiner Traurigkeit über diese Situation und mit der Verzweiflung ob der scheinbaren Ausweglosigkeit. Noch nie habe ich so gekämpft. Denn noch nie war es nötig in diesem Ausmaß mit einer Arbeit zu kämpfen. Zu behaupten, dass meine vorherigen Seminararbeiten mir Spaß bereitet hätten, wäre eine unverschämte Lüge. Aber diese Magisterarbeit übertrifft alles bisher erlebte bei weitem.
Und das traurigste daran ist, dass ich mich doch auf sie gefreut habe. Endlich einmal hinreichend viel Zeit um ein Thema ausführlich zu bearbeiten, auch noch ein Thema, das man sich vorher selbst nach Interesse aussuchen konnte. Ich habe mich wirklich drauf gefreut. Und jetzt dieser Kampf. Wirklich traurig. Jede einzelne Schlacht stellt eine neue Herausforderung dar. Zusätzlich das ungute Gefühl, dass der Krieg noch lange nicht gewonnen ist. Und außerdem ist Frieden doch viel schöner als Krieg.
Ach, es ist ein Trauerspiel.
Was mich von Tag zu Tag rettet sind Zeiten, in denen ich mein Gehirn abschalten kann und sich so der Gedanke an Unschönes verdrängen lässt (schlafen und Filme gucken sind da meine Fluchtwege).
Und: Schönigkeiten, die das Schreckliche für eine Weile in den Hintergrund stellen. Zur Zeit ist das eine wunderschöne Blume, die mir die liebe Christiane geschenkt hat. Im gemütlichen Licht einer Kerze bietet sie mir eine kleine Oase des Friedens, in der die Welt in Ordnung ist. Da flüchte ich mich also immer wieder hin, tanke ein bissi “die-Welt-ist-in-Ordnung-Gefühl” und stärke mich für die nächste Schlacht. Mein derzeitiger Alltag…
Posted in Lebensverschönerung, Magisterarbeit
Alles vorbei.
photokina vorbei.
Tika-Hochzeit vorbei.
Magisterarbeit vorbei…
Ähm, ne nicht wirklich. Die fängt jetzt erst richtig an. Ich hoffe, ich finde die richtige Mischung aus zur Ruhe kommen von all der Hektik und konzentriertem wissenschaftlichem Arbeiten. Eine schlaue Frau hat mir letzte Woche den Rat gegeben, dass es für Leute wie mich (die e bissi sensibel und nachdenklich sind) sehr wichtig ist, Dinge zu tun, die einem Spaß machen. Ansonsten wird man schnell zu grübelig und melancholisch. Wirklich eine schlaue Frau.
Hier kann man (sogar wissenschaftlich fundiert) nachlesen, dass man schneller und glücklicher mit seinen Arbeiten fertig wird, wenn man sich Zeit nimmt für schöne Sachen in der Freizeit. Menschen, die ihren Kalender leer räumen, ihr Leben auf Halt setzen und keine Zeit mehr für Freunde haben, nur um so viel wie möglich arbeiten zu können, brauchen letzten Endes doch viel länger und haben auch noch eine schreckliche Zeit dabei.
Mein raffinierter Plan also: die 4 Monate, die mir jetzt noch für die Magisterarbeit bleiben, werden schön voll gestopft mit schönen Sachen. Dadurch geht das Schreiben dann ja auch viel besser und schneller. Stressgedanken, dass ich in den vergangenen 2 Monaten nicht genug gemacht habe, sind also völlig unnötig und werden weggehüpft. :-)
Ob das sorum wohl auch funktioniert?
Wer also einen Vorschlag hat, was ich schönes machen könnte oder Lust hat etwas mit mir zu unternehmen, der darf sich gerne bei mir melden.
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