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Schnee!!!!

Sind grad unterwegs von den Großeltern im Westerwald nach hause. Ein Glück haben wir schon (bzw. noch ;-) Winterreifen drauf, denn:

Nachtrag: auf dem Bild sieht man nicht wirklich das, was ich zeigen wollte. Wir sind in ein total dichtes, winterliches Schneegestöber gekommen, dicke Schneeflocken sind um uns getanzt und die Straße war komplett weiß eingedeckt. Wir sind aber trotzdem heil hier angekommen :-)

Mittagspause in Laguna Beach

laguna-beach

Gerade auf dem Weg von San Diego nach Los Angeles eine kleine, feine Mittagspause in Laguna Beach. Leute, diese Seite von Amerika ist was voellig anderes als ich bisher kennengelernt habe!

PMA 09

Die Messe, wegen der wir ueberhaupt hierher gekommen sind, ist vorbei. Und sie war ein voller Erfolg. Wie erwartet anstrengend in jeder Hinsicht, aber trotzdem sehr gut. Es war ein sehr komisches Gefuehl, so weit gereist zu sein um den Leuten hier unser Produkt vorzustellen. Aber viele waren begeistert. Das Unleashed, das kabellose geotagging-Geraet, das der Oli erbastelt hat, war wirklich sehr beliebt. Es hat sogar einen Preis von der DIMA gewonnen (das ist die Organisation, diese Messe veranstaltet), den Innovative Digital Product Award. Und richtig fein american style haben wir auch eine fette Holzplakette bekommen, die wir neben dem Produkt aufhaengen konnten. Die Amis wissen schon, wie sie ihre Leute ehren :-) Und am Ende der Messe durften einige auserwaehle Leute der Fotoindustrie ihre “Lieblingsfunde” der Messe offiziell weiterempfehlen. Da wurden wir tatsaechlich auch noch als “Hotpick” gewaehlt. Schon von daher eine sehr erfolgreiche Messe. Es war wirklich gut, dass wir hier waren. Es hat gezeigt, dass auch der amerikanische Markt sehnsuechtig auf eine solche Loesung wartet. Und voellig unerwartet hat sich fuer uns noch ein voellig neues Gebiet aufgetan: Schulfotografie. Auch wenn wir das in Deutschland fast gar nicht kennen, ist es in den Staaten extrem wichtig. Und just waehrend dieser Messe kuendigt Fuji an, dass sie die beliebteste Kamera der Schulfotografen nicht weiterfuehren. Die S5 war deshalb so beliebt, weil sie die einzige Kamera ist, bei der man einen Barcodescanner anschliessen kann. Dadurch koennen die einzelnen Schueler per Barcode ihren Fotos zugeordnet werden und sie koennen so z.B. ganz einfach online ihre Abzuege bestellen. Die Ankuendigung, dass diese Kamera nicht mehr zu kaufen sein wird, war also Gespraechsthema Nummer eins auf der Messe. Im Gespraech mit einem Schulfotografen hat Oli dann nebenbei erwaehnt, dass man an sein Unlaeshed Modul auch problemlos einen Barcodescanner anschliessen kann, was den Schulfotografen ermoeglicht, jegliche Kamera, die sie moegen zu waehlen und die Barcode-Funktionalitaet zu haben. Diese Info hat sich dann ziemlich schnell verbreitet und immer wieder kam jemand von der Seite angeschlichen um zu fragen “Ich hab gehoert ihr habt da was…”. Sehr lustig.

Unsere Freunde von der photokina haben wir uebrigens auch wieder getroffen. Allerdings haben wir uns nicht wie beim letzten Mal auf verworrenen Wegen zu ihnen an den Tisch geschlichen, sondern wurden diesmal hoechst offiziell von Herrn Schmidt (Direktor vom Photoindustrieverband) und Herrn Rupsch (Direktor von Fujifilm Deutschland) zum Dinieren eingeladen. Und meine Guete, war das Essen gut! Definitiv das beste Steak, das sich jemals auf meinen Teller verirrt hat. Ein saftiges, zartes, 5cm dickes Black Angus Steak im Steakhouse des Renaissance Las Vegas Hotels. Kann ich wirklich weiterempfehlen! Was ich jedoch noch viel beeindruckender fande waren die Chefs der Firmen, die wir dort kennenlernen durften. Es ist so gut zu erleben, dass es sich dabei um ganz “normale” Menschen handelt, die voellig auf den Boden geblieben sind. Mir scheint, dass diejenigen, die es schon “geschafft” haben im Leben, die schon dort gelandet sind, wo sie hinwollen, es nicht mehr noetig haben den Obermacker raushaengen zu lassen. Bisher hatte ich wohl eher mit den Leuten in den Zwischenetagen zu tun und da erlebt man so oft so bleode Sachen. Gerade bei Frauen in relativ hohen Positionen habe ich noch fast keine positiven Erfahrungen gemacht. Da muss staendig bewiesen werden, wer das Sagen hat. Wenn man dann erstmal ganz oben angekommen ist, hat man sowas aber scheinbar nicht mehr noetig. Ein sehr interessanter, unterhaltsamer und lehrreicher Abend war das.

Domi war so nett uns mental, sowie mit Rat und Tat zu unterstuetzen. Da er ja zur Zeit eh in NYC lebt war es ja quasi nur noch ein Katzensprung bis Vegas ( – das dachten wir jedenfalls alle, bis es dann doch 7 Stunden Flug dauerte bis er endlich da war. Tatsaechlich ist er von Wiesbaden nach NYC ungefaehr aehnlich weit gereist wie von dort nach Vegas…). Und es war sooooooo gut ihn da zu haben! Vielen Dank nochmal, Domi! Es war so schoen, entspannend und tausend Mal lustiger mit dir!

pmajump

Unser Stand war vermutlich die drastischste Weiterentwicklung seit der photokina. Von einem in zweiwoechiger Heim- und Ebayarbeit hergestelltem und in der Nacht vor der photokina selbst aufgebautem Stand hin zu einem Teil des deutschen Gemeinschaftsstandes mit einheitlichen Alu- und Holzlook, bei dem man einfach nur noch erscheinen musste und alles schon fertig war, das war schon echt angenehm. Luxus an den man sich gewoehnen kann. Und die Gemeinschaft mit den anderen deutschen Staneden war auch gut. Gerade die Herrschaften von Novoflex waren total nett und haben uns Tipps gegeben wo sie konnten.
Die Messe war also wirklich gut. Wir haben viele neue Kontakte bekommen, viele neue Interessenten, Distributoren, Verkaeufer und Journalisten. Und es hat Spass gemacht. Natuerlich war es anstrengend, aber es war schoen zu sehen, dass sich Leute so ueber unsere Produkte freuen. Und gerade als Selbstaendiger, der halt keinen Boss hat, von dem man auch mal gelobt wird, ist es fuer Oli echt wichtig positives Feedback zu kriegen. Und das hat er. Massig.

Jetzt haben wir noch eine Woche Urlaub hinten dran gehangt, sind zur Zeit gerade im wunderschoenen San Diego (wirklich eine traumhafte Stadt!) und brechen morgen nach Los Angeles auf. Dann kommen noch ein paar kleine Orte an der Kueste entlang bis wir am Freitag nach Cupertino fahren und eine Familie besuchen, mit der meine Familie schon ewig befreundet ist. Die sind vor ein paar Jahren nach California ausgewandert und haben vermutlich einiges an Antworten auf Fragen, die wir uns in letzter Zeit stellen. Am Montag haben wir uns dann noch einen Termin aufschwaetzen lassen im “Infinite Loop” (allen Apple Fans wird das wohl was sagen, fuer alle anderen: dort befinden sich die Mac Headquarters, sozusagen das Mekka der Apple Freunde). Ein Appletyp kam an unserem Stand vorbei und da Oli ein paar Ideen hat wie man das neue iPhoto noch besser machen koennte, hat er uns gleich zu einem Gespraech eingeladen. Mit anschliessendem Besuch des einzigem Applegeschaefts wo man auch Appleklamotten kriegt. Wir werden den Oli wohl neu einkleiden :-)

Ja, so siehts also bei uns grad aus. Wir versuchen unseren Urlaub zu geniessen, was ein bisschen dadurch erschwert wird, dass wir wissen, dass es mit foolography (GmbH!) jetzt echt ernsthaft losgehen muss. Die etlichen Emails mit Anfragen, die wir jeden Tag bekommen, weisen uns immer wieder dezent darauf hin… Naja, ist ja auch schoen wenn’s erfolgreich zu werden scheint.

So, dann mach ich mal Schluss. Und mach Urlaub.

Sophia

Weihnachten im Warmen…

…ist zwar größtenteils nicht sehr weihnachtlich, aber trotzdem sehr schön. Für mich jedenfalls. Kann ich nach dem letzten Weihnachten, was ja im Warmen war, für mich sagen.
Es ist zwar schön, an Weihnachten im Schnee rumzustapfen, verfroren nach Hause zu kommen und es sich mit einem fetten Schmöker mit ner Tasse Kakao vorm Ofen gemütlich zu machen, aber 1. hab ich das in Darmstadt eh nicht (Dank sei der Erderwärmung, die es hier so warm macht, dass es nicht mehr schneit, aber nicht warm genug, dass man sich wohl fühlen könnte), und 2. scheint Weihnachten jedes Jahr schneller wieder vor der Tür zu stehen, da ist es nicht so schlimm wenn man es ab und zu einfach mal ignoriert und/oder ausfallen lässt. Naja, find ich jedenfalls. Frag mal nen weihnachtbegeisterten Ami, der würd dir da wahrscheinlich was ganz anderes sagen (ich hatte in Amerika eine Freundin, die fand Weihnachten so toll, dass sie ihren Keller das ganze Jahr über weihnachtlich geschmückt hatte und immer runter ging um sich darüber zu freuen…).
Also, ich fands jedenfalls toll. Es war eine perfekte Mischung aus Sommerurlaub und Weihnachtsferien (bis auf die Zeiten, zu denen ich arbeiten musste, was leider nicht all zu selten war. Die haben dann zu Urlaub und Ferien nicht ganz so gut gepasst). Weihnachtlich hatten wir es auch ab und zu, auch wenn es vielleicht nicht immer das typisch-traditionell Weihnachtliche war. Hier ein paar Beweisfotos von weihnachtlichen Momenten:

Jazz-Weihnachtskonzert im Irish Pub
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Carolsinging im Yachtclub (einige Kinder aus einem Waisenhaus haben ein Lied vorgesungen)
carolsinging1

Den Weihnachtsmann gibt’s auch in Afrika (oder seinen schwarzen Bruder :-).
santa

Sogar einen Weihnachtsbaum hatten wir. Oli hat bei einer Palme aus dem Garten den Blütenstand abgeschnitten. Der hat kopfüber und geschmückt einen sehr schönen Weihnachtsbaum abgegeben.
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Man kann aber nicht nur die Weihnachtlichkeit genießen, sondern gleichzeitig Sonne, Meer und Strand. Und die sind echt nicht zu verachten. Am 24. haben wir zu zweit einen Ausflug auf eine kleine Insel vor Dar es Salaam gemacht. Beim Sonnen und Schnorcheln kann man sich wirklich bestens auf die weihnachtliche Aufregung des heilgen Abends vorbereiten.
boat

Oli konnte dort auch endlich ausgiebig das Unterwassergehäuse testen, das er sich kurz vorher auf Ebay gakauft und an seine Kamera angepasst hatte. Es war alles dicht. Ein Glück, sonst wär’s kein schönes Weihnachten geworden!
swimming

Ja, so schön kann das Leben sein. Und jetzt sind wir wieder hier, zurück in Deutschland. Im Land des Luxus, der Ordentlichkeit und des geregelten Lebens. Hier wo nicht nur das Wetter, sondern auch die Mienen der Menschen Kälte ausstrahlen. Und ich schließe mich da nicht aus. Ich merke immer wieder, wie sehr ich mich anstecken lasse und so schnell selbst wieder griesgrämig rumschlurfe. Aber ganz ehrlich ist es auch wirklich schwer, dagegen anzukämpfen. Diese ganze “Du bis Deutschland” Aktion war ja schon interessant, aber es braucht so unwahrscheinlich viel Kraft immer wieder “Tropen auf dem heißen Stein” zu spielen. Und die Kraft hab ich oft nicht, also bis ich nur ein weiteres Stück Kohle, das den Stein noch heißer macht (ich merke, diese Metapher ist sehr begrenzt. Vor allem wo Hitze ja eigentlich was Positives ist und hier das Negative versinnbildlicht. Hmm, mir fällt aber grad nix besseres ein. Ich hoffe ihr versteht mich trotzdem). Ich finde mich grad sehr oft in dem Gedankengang, dass ich mich wundere, warum ich überhaupt hier lebe. Immerhin leben wir in einer Zeit und Welt, in der sich jeder (zumindest jeder Deutsche) entscheiden kann, wo er sein Leben verbringen möchte. Deshalb finde ich, sollte man sich da auch wirklich Gedanken drüber machen und nicht automatisch annehmen dass nur weil man hier geboren ist, man auch hier sterben sollte. Ich weiß, dass Deutschland unwahrscheinlich viele Vorzüge hat. Jedes Mal wenn wir aus Tansania zurück kommen bemerke ich dieses auf ein Neues und freue mich auch über Vieles. Aber trotzdem fällt es mir doch jedes Mal schwerer, mich hier einzuleben, als auf dem Hinweg in Tansania. Annehmlichkeiten wie zuverlässiger Strom, Sauberkeit auf den Straßen, Häuser bei denen man sicher sein kann, dass sie nicht über einem zusammenbrechen und einen begraben werden, alles schön und gut. Aber verglichen mit der Freiheit, die man gewinnt wenn der Lebensraum nicht auf vier Wände begrenzt ist, weil man sich problemlos draußen aufhalten kann ohne den Gefriertod fürchten zu müssen, werden diese Annehmlichkeiten belanglos. Es ist nicht einfach nur schön wenn es warm ist. Es bringt so viel mehr mit sich. Ich könnte hier ja auch raus und spazieren gehen, mich mit Leuten in der Stadt verabreden, Dinge unternehmen. Ich müsste mich halt dick eipacken. Aber ich mache es nicht, ich glaube weil es so mühsam ist. Es geht ja auch ohne. Der nächste Sommer kommt bestimmt und Freunde kann man auch anrufen… Die Wärme draußen ermöglicht ein ganz anderes Leben mit der Freiheit jederzeit alles überall machen zu können. Und ich merke wie wichtig mir das ist. Wenn ich in Tansania aus dem Flugzeug steige und die Hitze des Rollfelds mir fast die Hose an den Beinen hochrollt, habe ich das Gefühl, dass sich alles entkrampft, dass ich endlich wieder loslassen und leben kann. Ich fühl mich endlich richtig wohl.
Irgendwie macht mir das aber Angst. Denn auf lange Sicht bedeutet das ja, dass ich eigentlich nicht in Deutschland leben will. Und das ist unheimlich. Weil es einen ziemlich langen Rattenschwanz an Auswirkungen mit sich bringt. Wo will ich denn hin wenn weg von hier? Was ist mit meinen Freunden und meiner Familie? Will ich meine Zelte hier wirklich komplett abbrechen? Meine Kinder später im “Ausland” (das ja dann wohl Heimat wäre) großziehen, wären die dann gar keine Deutschen und fänden es komisch, dass ihre Mama in Deutschland aufgewachsen ist? Findet man wo Neues wirklich wieder Anschluss? Weil ohne Freunde kann es noch so warm sein, dann ist das Leben auch blöd. Irgendwie ziemlich unheimliche Gedanken. Und doch will ich sie denken, denn wenn ich das nicht tue, sitz ich in 20 Jahren immernoch hier weil ich mich nicht getraut habe einfach zu gehen.
Ein paar Leute mit denen ich schon darüber geredet habe meinten, ich sei doch noch jung und soll einfach ein bisschen reisen, ein paar Länder kenenlernen und gucken wo es mir gefällt. Vielleicht komm ich ja irgendwann wo hin und spüre, dass sich das richtig anfühlt. Das will ich auf alle Fälle tun und unser nächster Urlaub wird zeigen, ob Kalifornien nicht so ein Ort sein könnte. Bin sehr gespannt drauf, man hört ja viel Gutes…
Außerdem werd ich oft darauf hingewiesen, dass selbst ein Umzug ja nicht auf ewig sein muss. Man kann ja auch für ein paar Jahre weg ziehen und dann wieder zurück kommen. Ist auch wahr, aber ich glaub mein Problem damit ist, dass ein Teil von mir (und das ist ein nicht all zu kleiner Teil) immer alles fertig denken und planen will. Dieser Teil gibt sich nicht damit zufrieden, dass ich nicht weiß ob das ein Umzug für immer ist. Diese Ungewissheit ist so schwer zu ertragen. Komisch, dabei ist doch eigentlich das ganze Leben ungewiss. Hmm, weiß auch nicht warum das so ist, aber ich merk, dass mich das darüber Nachdenken ganz kribbelig macht. Man kann halt nicht in die Zukunft sehen, und alles durchgeplant zu haben wär ja auch langweilig. Aber so ein bissi “es wird schon alles gut werden” würd halt auch gut tun.
Und das bringt mich dann jedesmal wieder zum gleichen Punkt: ein Glück dass ich weiß, dass es tatsächlich alles gut werden wird. Selbst wenn ich nicht im Voraus weiß wohin der Weg geht. Weil ich Vertrauen haben kann, dass Gott auf dem ganzen Weg dabei sein wird. Das nimmt die Kribbeligkeit zwar nicht weg, aber immerhin die Panik davor, dass alles schief gehen könnte. Denn selbst ein kribbeliger Weg ist mit Gott ein guter Weg.
Eine – ja, genau – kribbelige Sophia

Tansanische Effizienz

Hier ein Beispiel der typisch afrikanischen Lebenseinstellung (jedenfalls von dem, was ich bisher kennengelernt habe). Nachdem wir auf unserem Hinflug einen Anschlussflug verpasst haben, wurden wir auf einen kleineren und späteren Flug umgebucht. Alle saßen schon im Flugzeug und warteten auf den Abflug als ein kleiner Minivan angerast kommt, fünf Leute raus hopsen und ca. 10 verspätete Koffer in das Flugzeug laden. Zwei weitere sitzen in dem Wagen und schauen den anderen fünf zu.
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Dann kommt (aus Sicherheitsgründen?) ein weiterer Herr dazu, sein großes Walkie-Talkie deutet darauf hin, dass er der Supervisor ist, und überwacht das gesamte Geschehen. Weil es nicht wirklich viel zu tun gibt (10 Koffer / 5 Menschen = 2 Koffer/Mensch) quatscht er einen der fünf an und unterhält sich mit ihm über seine (neuen?) Schuhe. Hakuna matata, alles mit der Ruhe!

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Irgendwie scheint in Afrika alles so ungeplant. Warum sind 8 Leute beschäftigt um 10 Koffer zu verstauen? Auch drinnen im Flughafen (während unseren vierstündigen Aufenthaltes) sah man ständig unzählige Flughafenmitarbeiter rumlaufen (natürlich schlurfend. Schlurfende Flipflops sind eh das signifikanteste Geräusch Afrikas). Was machen alle diese Leute den ganzen Tag? Laufen die einfach alle planlos durch den Flughafen und stolpern manchmal zufällig über eine Aufgabe? Es scheint niemanden zu geben, der irgendwas koordiniert oder sich auskennt. Es hat Ewigkeiten gedauert bis uns jemand damit helfen konnte, meine Schwiegereltern zu informieren dass wir vier Stunden später ankommen werden. Und dann mussten wir erst auf den Supervisior warten, damit wir von seinem Privathandy ein Telefonat absetzen konnten… Überhaupt hab ich das Gefühl, dass dort alles viel mehr dem Zufall überlassen wird. Die Leute sitzen am Straßenrand und quatschen. Vielleicht kommt zufällig heute jemand vorbei und braucht einen Tagelöhner? Dann krieg ich heute ein bissi Geld, kann also was zu Abend essen. Schön. Wenn nicht, auch egal. Ein Glück ist es in diesen Ländern immer warm. So erfriert keiner, auch ohne Haus. Und verhungern tut man auch nicht so schnell, weil in der Wärme ja immer was wächst, was man sich am Straßenrand pflücken kann. Was würden diese Leute wohl in kalten Ländern tun? Meine Schwiegermutter meinte, vielleicht haben sich die Menschen in kälteren Ländern auch deshalb so entwickelt, dass sie weiter voraus planen, weil es anders halt gar nicht geht. Interessanter Gedanke. Ich habe mich lange Zeit dagegen gewehrt zu glauben, dass Afrikaner und Europäer wirklich unterschiedlich denken. Aber irgendwie fällt es immer wieder auf, dass die Leute in Tansania einfach nicht voraus planen. Das Leben bedeutet dort einfach was anderes. Hmm, ich könnte ewig darüber nachdenken und reden. Auf Lösungen für die Ungerechtigkeit und Probleme der Drittweltländer bin ich trotzdem noch nicht gekommen. Ist halt alles wirklich nicht einfach. Ansonsten wär wohl auch schon jemand anderes drauf gekommen. Ich finde es aber beruhigend und es macht mich gleichzeitig nachdenklich, dass die Menschen dort zufriedener mit ihrem Leben und allgemein glücklicher sind. “Ignorance is bliss” ist halt doch wahr.
Eine europäisch, reiche, satte aber oft unzufriedene Sophia

Ersatzhüpfen

Die afrikanische Hitze in Tansania kann einen ziemlich schnell dazu verleiten, nur im Schatten zu hängen und den Tag an sich vorbei ziehen zu lassen. Diesem Luxus konnte ich mich in unserem Urlaub jedoch nicht hingeben, da ich ja mitten in der Magisterarbeit stecke. Ich bin selbst überrascht, wie diszipliniert ich mich jeden Morgen an den Schreibtisch gesetzt und gearbeitet habe. Es hat wirklich gut geklappt. Dennoch musste ein Ausgleich her. Physisch und psychisch bin ich von zu Hause mein Tramoplin als Ausgleichsbeschäftigung gewöhnt, allerdings war das dann doch ein bissi zu klobig um mit in den Urlaub zu kommen. Deshalb war der Oli so nett und hat das Haus meiner Schwiegereltern nach Alternativen durchsucht. Er ist fündig geworden:

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Dieses Bett bestand eigentlich nur aus Metallfedern und war somit ideal für meine Zwecke. Wow, hat das Spaß gemacht. Fast so gut wie das Original zu Hause. Und die Aussicht war definitiv besser:

tampolinausblick

Tansania ist wirklich schön (nicht nur der Ausblick vom Balkon, da gibts ja noch viel mehr und sogar noch schönere Orte). Das Einleben hier in Deutschland fällt mir wie jedes Mal wieder schwer. Naja, es wird auch dieses Mal irgendwie klappen. Aber meine Zukunft sehe ich doch eher in einem wärmeren Land, wo die Tomaten wirklich nach Tomaten schmecken.

Eine fröstelnde Sophia

Inselrundfahrt vorbei

Unsere Rundreise um die Insel ist abgeschlossen. Wir haben zwei Favoriten-Orte fuer uns gefunden. Einen ganz im Sueden, Las Galletas (“die Kekse”) und einen ganz im Norden, Bajamar. Da Entscheidungen treffen ja bekanntlich nicht eine unserer groessten Staerken ist, haben wir beschlossen in beiden Orten zu wohnen. Nicht parallel, sondern nacheinander. Wir fangen im waermeren Sueden an und wenn im Sommer dann die Touristenmassen anstroemen, siedeln wir um in den Norden, der bis dahin hoffentlich auch waermer geworden ist und wo meistens nicht so viele Touristen anzutreffen sind. So jedenfalls die Theorie. Ob wir uns, nachdem wir uns hier in Las Galletas erstmal zurecht gefunden haben, ueberhaupt aufraffen koennen um nochmal umzuziehen…Wir werden’s sehen…

Jetzt bleiben wir also erst mal hier im Sueden und suchen uns eine Wohnung. Das duerfte nicht allzu schwer werden. Geregelt wird das hier so, dass jeder der eine Wohnung vermietet, ein Schild ins Fenster haengt mit seiner Telefonnummer. Dort kann man dann einen Termin zur Wohnungsbesichtigung ausmachen. Wir haben jetzt schon ein bissl rumtelefoniert (na gut, Oli hat telefoniert. Ich hab mich nicht getraut) und einige Wohnungen gesehen. Bissl bloed ist, dass die Leute ihre Wohnungen nicht gerne fuer so kurze Zeit vermieten. Und da wir ja eventuell in 2-3 Monaten in den Norden ziehen wollen, brauchen wir einen Mietvertrag fuer eine ziemlich kurze Zeit. Die Vermieter, die sich darauf einlassen, wollen dann aber fuer diese Vertraege eine hoehere Miete. Und weil wir gerne eine Wohnung mit Blick aufs Meer haben wollen, bezahlt man noch mal mehr. Mit 500-800 Euro muss man dann schon rechnen. Naja, ich hab ja einen reichen Mann :-)

Inselrundfahrt 7. Tag: Bajamar – Las Americas – Las Galletas

Bankkarte geholt, nach Las Americas gefahren und unsere Koffer abgholt, die wir dort beim lieben Menny unterstellen durften. Menny ist ein sehr netter Mann, den wir hier in der internationalen Gemeinde kennen gelernt haben und der uns angeboten hat unsere riesen Koffer fuer eine Woche bei ihm zu lagern, damit wir nicht alles mitschleppen muessen. Vielen Dank nochmal dafuer, das war wirklich eine Erleichterung!
Dann war es auch schon Zeit das Auto zurueck zu geben und mit dem Bus wieder “nach Hause” zu fahren, nach Las Galletas.

Inselrundfahrt 6. Tag: Alcala – Las Galletas – Bajamar

Ueber die Westkueste, die sich Oli mal angucken wollte, da er gehoert hat, dass man da sehr gut surfen kann, wieder nach Las Galletas gefahren. Die Westkueste ist wirklich eine traurige Einoede. Eine Geisterstadt nach der naechsten. Dort wird gerade eine Touristenburg nach der naechsten hochgezogen, was es schon haesslich genug macht. Da aber noch keine Touristen dort sind, ist alles ausgestorben und richtig scheusslich. Wir wollten eigentlich den ganzen Tag dafuer verwenden, haben aber nach 2 Stunden abgebrochen weil wir so frustriert waren. Weiter suedlich liegt dann noch Las Americas und Los Christianos, was wir uns schon die Woche vorher per Bus angeschaut hatten. Das sind so die zwei Touristenhochburgen der Insel, die inzwischen so gross gewuchert sind, dass sie zu einem grossen, vollen Touristenparadies mutiert sind. Naja, jedem das seine…
Wieder zurueck in Las Galletas haben wir uns hier nochmal umgeschaut um zu sehen, ob es uns hier ueberhaupt noch gefaellt. Wir waren so begeistert von Bajamar, dass wir sehen wollten, ob wir uns ueberhaupt noch vorstellen koennten, hier zu wohnen. Koennen wir.
Abends sind wir wieder zurueck nach Bajamar in den Norden gefahren, weil wir dort ein Konto eroeffnet hatten (um Internet bekommen zu koennen brauchte man das) und wir noch unsere Bankkarte abholen mussten. Man koennte meinen, dass es umstaendlich sei wegen einer Bankkarte vom Sueden der Insel bis hoch zum noerdlichsten Punkt zu fahren. Aber das ist kein Problem. Hier ist alles so klein, dass dieser Weg nur eine Stunde gedauert hat. In der einen Woche sind wir insgesamt nur 760km gefahren und haben 50 Euro Benzin verbraucht. Ein Liter Benzin kostet hier naemlich nur 75 Cent :-) Cool, wenn man tankt und die hoehere der beiden Nummern nicht der Preis sondern die getankten Liter sind.
Und noch eine Nacht im schoenen Hotel Neptuno :-)

Inselrundfahrt 5. Tag: (1. Tag ohne Jennifer zu sehen!) Puerto Cruz – Icod de los Vinos – Punto Teno – Los Gigantes – Alcala

In Icod de los Vinos steht eines der Wahrzeichen von Teneriffa, ein Drachenbaum der schon ueber 1000 Jahre alt ist. Das muss man sich ja mal angucken, haben wir uns gedacht. Muss man nicht! So was von popelig dieser Kuemmerling von Baum! Der war vielleicht grade mal 10 Meter hoch oder so und man konnte noch nicht mal dran gehen. Nur angucken aus sicherer Entfernung, damit die gefaehrlichen Touristen den heiligen Baum nicht zerstoeren. Und dabei haette ich ihn doch so gerne umarmt :-(
Punto Teno war dagegen ziemlich cool. Man muss sich nur ueberwinden und eine Strasse langfahren, die, wie ziemlich sehr viele Schilder am Strassenrand bekunden, gesperrt und nur fuer genehmigte Fahrzeuge zugelassen ist. Das war bissi unheimlich. Wir haben uns entschlossen trotz der Verbotsschilder da lang zu fahren. Aber als sonst so gesetzestreue Deutsche hat das schonmal ein mulmiges Gefuehl mit sich gebracht. Dann war die Strasse wirklich ziemlich schmal und kurvig. Rechts ein tiefer Abgrund ins Meer, links die hohen Berge, von denen, so die Schilder, Steine herab regnen. Dann ein langer Tunnel durch den Berg, in dem man trotz Autolichter, so gut wie nichts gesehen hat. Die Sonne ist hier so krass hell, dass man sich erst mal daran gewoehnen muss. Und dann so eine drastische Umstellung zum schwarzen Inneren des Berges. Man sieht halt nicht ob einem jemand entgegen kommt, oder ob vor einem ein Abhang ist oder einfach eine Wand… Wir haben einfach die Zaehne zusammengebissen und sich durch gefahren. Und wenn man hinten aus dem Tunnel wieder raus kommt, sieht man auch dass es sich gelohnt hat und das ganze eigentlich gar kein Problem ist. Punto Teno ist der westlichste Punkt der Insel und anscheinend ein beliebtes Badeziel fuer die Einheimischen (ob die deshalb so viele Verbotsschilder aufstellen, damit sich die Touris nicht hin trauen?). Es waren jedenfalls ziemlich viele Spanier dort. Das Wasser ist tuerkisfarben und ganz klar, und die Aussicht ist umwerfend.
Danach sind wir die Westkueste herunter gefahren nach Los Gigantes. Der Weg dorthin ist ziemlich beschwerlich, da man auf magen-dreh-dich-um-Serpentinen durch die spanischen Alpen faehrt. Wir haben fuer Luftlinie ca. 20km ca. 2h gebraucht (naja, auch weil Oli staendig anhalten, gucken und Fotos machen wollte). Die Aussicht von einigen Punkten ist wirklich stark – hab ich mir sagen lassen. Ich bin naemlich selbst nicht ausgestiegen. Es war saukalt und extrem stuermisch. Ich sass im Auto und habe gebetet, dass Gott doch bitte das Auto am Boden halten soll, waehrend um mich Wolkenfetzen den Berg hoch und um mich herum gerast sind und das Auto heftigst durchgeschuettelt haben. War echt unheimlich.
In Los Gigantes angekommen haben wir uns die “Gigantes” gleich angesehen. Das sind ein paar hundert Meter hohe Felsklippen, die steil ins Meer herabfallen. Hmm, *wahnsinnig interessant* und so viele Touristen, dass wir wieder ins Auto und weg gefahren sind. Die einzige Sprache die man dort gehoert hat war Britisches Englisch…
Eigentlich wollten wir nur was essen und ein Hotel suchen und sind deshalb einfach in den naechsten kleineren Ort gefahren, der dann halt Alcala war. Da ist es noch ganz nett, aber nichts Spektakulaeres. In ein paar Jahren werden die den Ort auch ausgebaut haben, sodass es vor Touristen wimmeln wird. Es ist schade wenn man sieht wie gemuetlich die Staedtchen sonst sind und wie dann nach und nach der Tourismus alles verdirbt. Irgendwie macht der Tourismus alles zu einem Einheitsbrei. Alles sieht gleich aus, man bekommt ueberall alles was man will und ueberall sind die gleichen Leute. Das ist echt schade. Es fehlt das Originale.

Inselrundfahrt 4. Tag: La Laguna – Puerto de la Cruz (Dann noch einen Abstecher nach Santa Cruz um Jennifer im Movistar zu besuchen)

Haben wir von vielen Leuten empfohlen bekommen, weil es eine gemuetliche alte deutsche Stadt sei. Hat uns aber nicht so gut gefallen. Dort wimmelt es von Touristen und dementsprechend auch den touristischen Angeboten. Ich finde es stiehlt einer Stadt einfach den Charme wenn alle Haeuserfronten zugekleistert sind mit Werbebannern, weil jeder auffallen will, um moeglichst viele Touristen anzulocken. Da sind wir schnell wieder weggefahren, nach Santa Cruz, um endlich unser Internet abzuholen :-) Wir sind zwar wieder zurueckgefahren, aber nur um in unserer Pension in Puerto zu uebernachten.

Inselrundfahrt 3. Tag: Bajamar – (Nach einem Umweg ueber Santa Cruz um Jennifer im Movistar zu besuchen) – La Laguna

Das waere die Stadt, wo ich studiert haette, wenn das mit dem Erasmus Austausch von der TUD geklappt haette. La Laguna ist eine suesse Stadt. Die ehemalige Haputstadt von Teneriffa mit einem uralten Stadtkern, der zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Dadurch, dass es eine Unistadt ist, ist hier auch der Alterdurchschnitt der Leute, die man so auf der Strasse sieht, ungefaehr halbiert. Da wir allerdings zu muede und erschoepft waren um abends noch gross weg zu gehen, haben wir vom Nachtleben dieser Stadt (das angeblich ganz toll sein soll) nicht viel mitbekommen.

Inselrundfahrt 2. Tag: Santa Cruz – Bajamar

Ach, Bajamar. So eine schoene Stadt. Die haben wir von Jennifer empfohlen bekommen, unserer guten Freundin aus der Movistar Filiale. Ein kleines Staedtchen am Meer mit netten Leuten. Wir haben gleich den Ortskern gefunden (nicht schwer bei einem Dorf, das aus so wenigen Strassen besteht). Dort hat uns ein Bauer, der da sein Obst verkauft hat in einem extrem unverstaendlichen Kauderwelsch von Spanisch erklaert wo es hier ein Hotel gibt. Aber das war dann umso toller. Also als Tipp fuer alle die mal in Bajamar Urlaub machen: Hotel Neptuno. Ein relativ altes Hotel im 70er Jahr Stil. Die Inhaber sind sehr nett, die Zimmer gross und sauber, haben einen unglaublich schoenen Ausblick vom Berg auf das Meer, und kosten nur 25 Euro fuer ein Doppelzimmer.
Das coolste an Bajamar sind die Naturschwimmbecken. Zwei ziemlich grosse Schwimmbaeder, die auf Meereshoehe gebaut wurden und die sich dadurch auffuellen, dass die Meeresflut in sie herein schwappt. Es sieht echt cool aus, besonders wenn man darin schwimmt und dabei das Meer auf gleicher Hoehe sieht. Ausserdem ist es total beeindruckend wenn die Wellen an den gemauerten Steg klatschen, auf dem man am Meer entlang spazieren kann, und 5 Meter hoch in den Himmel spritzen. Das war echt klasse! Es waer schon cool wenn wir da fuer eine Weile wohnen koennten.

Inselrundfahrt 1. Tag: Las Galletas – Santa Cruz

Zu sagen, dass Teneriffa gross sei, waere uebertrieben. Aber trotzdem sind wir eine Woche um die Insel gefahren um einen Eindruck von den unterschiedlichen Regionen zu bekommen. Und trotz der (sehr) geringen Groesse, sind Norden und Sueden der Insel sehr unterschiedlich. Vom Aufbau sieht Teneriffa (meiner Meinung nach) aus wie eine schwimmende Ente. Im 3D Format hat diese Ente einen sehr dicken Bauch, die Mitte der Insel besteht naemlich aus dem hoechsten Berg Spaniens, dem Teide (3718m). Alle Wolken, die vom Norden angeweht kommen, bleiben an diesem haengen, was den Norden der Insel kaelter, regnerischer, aber auch sehr viel gruener macht. Der suedliche Teil, der vom Teide vor dem schlechten Wetter bewahrt wird, ist waermer. Das bringt aber nicht nur eine ziemlich trockene Landschaft mit sich, sondern auch viele Touristen.

Ueber die Ostkueste sind wir durch einige kleinere Ortschaften, die nicht wirklich erwaehnenswert sind, nach Santa Cruz gefahren. Santa Cruz ist die Hauptstadt von Teneriffa und eine ziemlich durchschnittliche europaeische Stadt. Ich fands nicht so toll. Wahrscheinlich auch weil unser Start dort nicht so toll war. Ich hatte Hunger. Und wenn ich Hunger habe brauche ich schnell was zu essen oder meine Laune rutscht auf den Gefrierpunkt (hab ich glaub ich von meinem Papa geerbt). Wir fahren also mit knurrendem Magen in unserem Mietwagen durch Santa Cruz, ohne Stadtplan, keine Peilung wo die Stadtmitte ist, wo wir uebernachten koennten oder man was zu essen bekommt und suchen einen Parkplatz. Das hat sich als ein sehr hoffnungsloses Unterfangen herausgestellt. Und vor Hunger verdaut sich mein Magen fast schon selbst… Nachdem wir mit unserem gebrochenen Spanisch erstmal herausgefunden haben, wo die Innenstadt ist, haben wir bestimmt noch eine Stunde lang nach einem Parkplatz gesucht, bis uns endlich jemand gesagt hat, dass es auch ein Parkhaus gibt…
Naja, auch sonst find ich die Stadt nicht so wahnsinnig spannend. Soweit ich das mitbekommen habe ist es allerdings die einzige Stadt auf der Insel, die auch groessere Geschaefte hat, wie z.B. einen Carrefour. Den haben wir in der einen Woche Inselrundfahrt auch gleich vier Mal besucht. Nein, nicht weil ich Shoppingsuechtig geworden bin. Schuld daran war mein lieber Mann, der ohne Internet einfach nicht leben kann und unsere Inselrundfahrt eher zu einer “wir klappern alle Movistar Filialen der Insel ab”-Tour verwandelt hat (Movistar ist sowas wie T-mobile). Die Angestellte bei der Movistarzentrale im Carrefour ist schon fast unsere beste Freundin geworden… Die ganze Internet Geschichte soll euch Oli aber lieber selbst erzaehlen. Bei mir kaeme sie wahrscheinlich zu negativ rueber… :-)

Rueckdatierung und Schummelei

da das Internet ein bisschen auf sich warten liess, konnten wir leider keine tagesaktuellen Blogeintraege machen, und haben all die folgenden Eintraege uber unsere Inselrundfahrt erst am 28.4. geschrieben, dann aber fuer die jeweils korrekten Tage veroeffentlicht, weil das halt jeweils Tagesberichte sind…

Nur damit ihr euch nicht wundert wenn ihr ein paar Referenzen in die Zukunft findet. :-)