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Oh happy day
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Danke!
Hier hatte jemand eine nette Idee.
Jeder der mitmachen will schreibt in seinen Blog ein Dankeschoen an jemanden der des Bedankens wuerdig ist. So schwappt eine Welle der Dankbarkeit durch Deutschlands Blogs. Da mach ich doch gerne mit. Hab zur Zeit auch wirklich genug worueber ich dankbar bin.
Ein grosses Danke geht an meine Eltern, bei denen wir nun schon so lange Unterschlupf finden konnten, die uns durchfuettern und versorgen.
Besonders dankbar bin ich all denen, die uns auf unserer Baustelle (a.k.a neue Wohnung) geholfen haben und immernoch helfen. Dank euch werden wir es schaffen Weihnachten in einer fertig renovierten und schon ziemlich weit eingerichteten Wohnung zu feiern. Besonders erwaehnen moechte ich hier Katha und Timon sowie Matze und Saskia, die uns wirklich stunden- und tagelang unermuedlich zur Seite gestanden haben, uns Mut gemacht haben wenn es mal nicht so schnell voran ging und nie die Hoffnung aufgaben, dass das ganze doch noch was Ordentliches wird.
VIELEN DANK!!!
Sophia
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Neue Wohnung
Extra fuer meine quaengelnde Mama, aber auch fuer alle anderen Interessierten: unsere neue Wohnung in Las Galletas.
Sophia
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Chaos
Die Wohnungssuche stellt sich als komplizierter als erwartet heraus. Jetzt suchen wir bestimmt schon zwei Wochen in verschiedenen “Staedten” und koennen einfach nichts finden. Mist! Sehr viele Leute kommenim August halt selbst in ihre Ferienwohnungen auf Teneriffa und der Rest der freien Wohnungen wird nur an Leute vermietet, die mindestens 6 Monate bleiben wollen (manche Vermieter machen einem dann so super Angebote wie “Fuer ein halbes Jahr kostet die Wohnung 450 Euro. Aber fuer nur 2 Monate…hmm, also dann 1000.”).
Jetzt hatten wir eine ziemlich kleine, aber akzeptable Wohnung gefunden, die nur 100m von der jetzigen entfernt ist. Als wir dann unsere Vermieter angerufen haben, um ihnen Bescheid zu sagen, dass wir etwas gefunden haben, ging ein anderer (mir unbekannter) Mann ans Telefon unserer Vermieter und sagte, dass wir jetzt doch in der Wohnung hier bleiben koennen. Schoen, aber kann ich dem vertrauen? Unsere Vermieter, sagte er, sind bis zum 1.8. im Urlaub, ich kann es aber auf ihrem Handy probieren. Das habe ich ungefaehr 1000 Mal getan, allerdings ist niemand drangegangen. Gestern waren dann die Eltern des Vermieters hier und haben gemeint, dass sie schon glauben, dass wir ausziehen muessen. Sie wussten auch nicht, wer der Mann am Telefon gewesen sein koennte. Also haben wir den Vermieter der kleinen Wohnung hier in der Naehe angerufen, dass wir die Wohnung definitiv wollen, dieser hatte sie aber gerade an jemand anderen vermietet (der fuer ein ganzes Jahr bleibt – und ihm so halt mehr Miete einbringt). GREAT! Jetzt hocken wir also hier, wissen nicht genau was jetzt ueberhaupt los ist, koennen unsere Vermieter (die in Aegypten urlauben) nicht erreichen, koennen keine andere Wohnung finden und alles ist bloed :-(
Zusaetzlich dazu ist es in den letzten Tagen unertraeglich heiss geworden. So heiss, dass man sich weder konzentrieren, noch gut darueber nachdenken koennte, was man fuer einen Plan braucht um eine Loesung fuer das alles zu finden.
Normalerweise ist es hier so 27 Grad warm und das fuehlt sich schon wesentlich heisser an als in Deutschland, ist halt afrikanische Sonne. Jetzt ist es in den letzten Tagen aber immer 35-40 Grad gewesen und man fuehlt sich wie unter einem heissen Foen, der einem auch noch die ganze Zeit den Dreck, Staub und Sand in die Augen pustet.
Buhuu, ich bin frustriert!
Keine Ahnung wie’s jetzt weitergeht. Am Freitag kommt Olis Familie zu Besuch und fuer die haben wir ein Hotel in Las Galletas reserviert. Wir koennen also auch nicht einfach irgendwo hin ziehen, sondern muessen hier etwas finden. Waer ja ein bissel bloed, wenn wir die gar nicht sehen koennten, weil wir zu weit weg vom Hotel wohnen…
Ach ja, das Leben ist schoen :-)
Sophia
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Neuer Po?
Was es in Spanien alles gibt…unglaublich!
Naja, bei Vorbildern wie Jennifer Lopez kann man schon mal unzufrieden mit seinem Allerwertesten werden. Gut, wenn da gleich eine Loesung parat steht (und nicht haengt :-).
Sophia
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Montaña Amarilla
Gestern haben wir mal wieder einen Ausflug gemacht, um nicht nur unsere wunderschoene Wohnung von innen, sondern auch die tinerfeñische (= “tenerifferische” in richtig) Landschaft vor der Haustuer zu geniessen. Wir haben eine kleine Wanderung zum “Gelben Berg” gemacht, sind ihn erklommen, wieder hinabgestiegen und hatten am “gelben Fuss” noch einen schoenen Tag mit Schnorcheln, Schwimmen, Sonnen und Faulenzen.
Von der Spitze aus konnte man schon die naechste, etwas bekanntere Duene sehen, den Montaña Roja, den Roten Berg. Das ist aber noch mal eine andere Klasse zum Besteigen, der ist sicher doppelt so hoch. Vielleicht werden wir den auch noch bezwingen, allerdings erst wenn wir ein bissel fitter sind. Wir haben jetzt angefangen jeden Tag ein bisschen Sport zu machen um uns mal in einigermassen trainierten Zustand kennenzulernen.
Es war ziemlich windig da oben. Ich wurde fast weggeweht…
Aber meine standfesten Maenner haben gut auf mich aufgepasst…
Sophia
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Sommersonnenwende
Es stellt sich heraus, dass unser kleines Oertchen, Las Galletas, wohl doch nur halb hinterm Mond liegt. Gestern hatte der Bus vom Jugendkreis nach Hause Verspaetung und deshalb kamen wir erst um 1h zu hause an. Aber statt wie erwartet ein kleines, schlafendes Dorf vorzufinden (die “Bars” machen normalerweise alle schon um 23h zu), war unser Kaff wie durch Zauberhand verwandelt in d i e Nightlife-Metropole der Insel. Ueberall am Strand waren Lagerfeuer aufgebaut; Leute hatten sich ihre Grills mitgebracht und brutzelten ihre Steaks; es gab Feuerspuecker und manche haben mit Feuerketten jongliert; man konnte kaum am Strand langlaufen weil es so voll war. Ich kann nicht so gut schaetzen, aber es waren definitiv ein paar Tausend Leute! Und die Bar/Disco/Restaurant “Vai Moana”, die ganz hinten am Strand liegt, hatte auch wieder offen und einen DJ engagiert, der den ganzen Strand beschallt hat.
Wir waren zwar irritiert, da wir sowas nicht wirklich erwartet hatten, haben uns aber gefreut ueber das Potential, das unser beschauliches Oertchen anscheinend doch in sich hat. Wir sind noch ein bissel rumgelaufen und auch mal ins Vai Moana gegangen. Haben sie sehr schoen dort gemacht (vorher war es immer wegen Renovierung geschlossen). Mit alten Fischerbooten, in denen man draussen sitzen kann, Sofalandschaften um die sich der gepflasterte Weg schlaengelt und mehreren Bars drinnen und auch draussen. Der Parkplatz wurde gestern noch in eine zusaetzliche Tanzflaeche verwandelt, um dem wackelnden Mob tanzwuetiger Jugendlicher Platz zu bieten. Die Musik war zwar leider nicht so ganz mein Fall (House = langweilig), aber wir hatten trotzdem Spass und haben so lange getanzt, dass wir heute den Gottesdienst verschlafen haben :-)
Heute hab ich dann im Internet nachgelesen, dass der Anlass dieses Spektakels die Sommersonnenwende war, die auf Teneriffa mit der Fiesta de San Juan befeiert wird. Man verbrennt auf den Feuern alte Gegenstaende als Zeichen, dass man alles Schlechte hinter sich lassen will und wartet bis zum Sonnenaufgang, um zu sehen, was der neue Tag Gutes mit sich bringt… Find ich eine schoene Tradition.
Sophia
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byebye love, byebye happiness… :-(
Mein liebes, kleines Schwesterchen hat uns nach 2 Wochen des Enstpannens, Rumlungerns und Nichtstun gestern verlassen. Timon und sie sind frecherweise in den 2 Wochen brauner geworden als ich in 2 Monaten. Jetzt kehrt bei uns nach einem ganzen Monat, in dem sich die Besucher die Klinke in die Hand gegeben haben, wieder “Normalitaet” ein. Obwohl wir mit allen abgesprochen hatten, dass wir trotz Besuchern unser ganz normales Leben hier weiterleben wollten, hat das nicht wirklich hingehauen. Wir waren seit nem Monat nicht mehr im Spanischen Gottesdienst, Jugendkreis oder sonst wo. Es faellt mir schwer, die Routine, die sich ja noch gar nicht 100%ig entwickelt hatte, beizubehalten, wenn im Wohnzimmer Freunde sitzen, mit denen man ja was unternehmen koennte (oder in meinem Fall eher: die man sich trotz anderweitiger Absprachen genoetigt sieht, bei Laune halten zu wollen – oh dear, ich bin echt komisch). Eigentlich alle Dinge, die ich mir vorgenommen hatte hier regelmaessig zu tun um einen geregelten Tagesablauf zu bekommen, habe ich in den Wind gehauen: keine Gymnastik morgens, kein Spaziergang nachmittags, keine Spanischvokabeln gelernt, keine Lektionen im Buch durchgearbeitet, keine Gebetszeit gemacht, keine spanischen Freunde getroffen, nicht die Frau im Surfshop besucht, die mit mir quatschen wollte… Was hab ich eigentlich den letzten Monat ueber gemacht? Aber es war trotzdem schoen euch alle hier zu haben! Immerhin muss ich mich jetzt gar nicht erst gross an das “zu zweit sein” gewoehnen. In 6 Tagen kommt schon der naechste Besuch: meine Mama war im Reisebuero und hat sich spontan entschieden auch zu kommen…
Hier noch ein (Abschieds-)Foto von uns allen, das wir vorgestern im Pool des schoenen Hotel Neptuno im noch schoeneren Bajamar gemacht haben. Alle, die sagen, dass im Norden Teneriffas immer schlechtes Wetter ist, luegen! Bis jetzt war jedes Mal wo wir da waren schoeneres Wetter als hier im Sueden!
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-2+1
Das Haus schien uns so leer nachdem Elli und Jo uns gestern nach fast einem Monat verlassen haben. So sind wir wahrlos durch die Strassen Las Galletas gestreunert, auf der Suche nach einem neuen Sinn und Fuellmaterial fuer unsere leeren Raeume. Nach langer Suche haben wir ihn gefunden: Chris. Der freundliche Schotte von nebenan, der jetzt unseren Balkon bevoelkert.
Naja, jedenfalls ungefaehr so. In Wirklichkeit ist Chris der Assistent von unserem verrueckten Tauchlehrer Yaci (gewesen). Nachdem sich die beiden ordentlich gestritten haben und Chris es nicht mehr bei ihm ausgehalten hat, haben wir ihn jetzt fuer eine Weile aufgenommen. Er will nun auf einem Schiff anheuern und irgendwie aufs Festland kommen um durch Europa zu reisen…Hmm, das haette ich mich mit 18 nicht getraut. Heute morgen hatte er sogar sein Handtuch wie einen Schottenrock umgeschwungen :-)
Ansonsten lungern wir alle auf dem Balkon rum und kurieren unsere Sonnenbraende. Die Jungs haben ein neues Hobby etdeckt: Blei giessen. Sie machen bei Ebbe lange Spaziergaenge am Meer und fischen aus den Gezeitentuempeln alte Bleistuecke, die angeschwemmt werden. Dann schmelzen sie sie ueber dem Feuer und giessen sie in Konservendosen zu Stuecken, die sie sich dann beim Schnorcheln umhaengen um tiefer runter zu kommen…”Boys will be Boys”… Jedenfalls waren sie so ins Bleigiessen vertieft, dass sie gar nicht gemerkt haben wie die Sonne ihnen die Buckel verbrennt. Nur die Sophia war mal wieder klug genug und ist drinnen geblieben (naja, oder vielleicht eher faul genug) und hat keinen Sonnenbrand. Dafuer ist die Katha nach 1 Woche schon brauner als ich. Aber ich muss ja auch meinem Namen treu bleiben – Sophia heisst auf griechisch Weis(s)heit :-)
Sophia
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